Dienstag, 14. Oktober 2008

GRAND CANYON Teil 2

Am südlichen Rand (South Rim) des Grand Canyon angekommen (Foto ganz oben), bietet sich uns ein atemberaubendes Bild. Die Ausmaßes des Canyons sind kaum vorstellbar und wenn man dort am Rande der Schlucht steht, können die menschlichen Sinne die Dimensionen nicht begreifen.

Der Colorado River windet sich über ca. 400km Länge durch die Schlucht, die bis zu 30km breit ist. Etwa 1.700 Meter beträgt der Höhenunterschied zwischen den bis zu ca. 2.100 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Höhen des Canyon Randes und dem nur um die 300 bis 400 Meter hoch gelegenen Fluss. Bis zu 5 Millionen Jahre soll es gedauert haben, dass der Colorado sich in dieses Bett eingegraben hat, wobei bis zu 5 Milliarden Jahre alte Gesteinsschichten frei gelegt wurden. Die Schluchten des Canyon sind mit ihren bis zu 400m tiefen, lotrechten Felswänden meist so steil, dass man den Colorado River auf Grund der Blickwinkel gar nicht sehen kann.
Wir wollen möglichst weit zum Canyon hinab wandern und wählen die "Kaibab Trail Route", eine der wenigen Pfade, auf denen der Abstieg in den Abrund möglich ist. Ein Abstieg bis hinunter zum Fluss mit anschließendem Wiederaufstieg an einem Tag ist nahezu unmöglich. Wir starten nach der Anreis ohnehin erst um 12.00 Uhr. Nach dem Einstieg in den Trail ist am "Ooh-Aah-Point" zunächst einmal Gelegenheit zum obligatorischen Gruppenfoto.

Bis zur ersten Rast am Cedar Ridge sind es 5 Kilometer und etwa 400 Höhenmeter. Auf dem Weg dorthin bieten sich nach jeder Biegung unseres Trails neue Anblicke und wechselnde Farben. Rechts voaus biegt Stefan gerade um die nächste Kurve, der ebenfalls fantastische Bilder des Grand Canyon in seinem Blog hat.

Nach einer Verschnaufpause mit einem guten halben Liter Wasser und einer Banane geht es weiter abwärts in den Canyon hinab. Der Weg führt zuerst an dem stehengebliebenen Felskopf vorbei, den Ihr oben in den Bildern seht. Von dort gehen wir eine knappe Stunde bis zum "Skeleton Point". Von hier können wir zum ersten mal das Wasser des Colorado River sehen (unten "neben" meinem Bein), das tief und weit unter uns liegt. Kaum ein Tourist wagt sich bis zum Skeleton Point, so dass wir hier ungestörte Brotzeit halten können.



Tja, und dann kommt der harte Teil: Was runte geht, muss auch wieder rauf, alte Canyon-Regel. Und das hat es in sich. Mehr Bilder und Berichte zum Grand Canyon und zum Wiederaaufstieg demnächst. Um 18:06Uhr ist Sonnenuntergang, für die besten Bilder sollte man bis dahin wieder zum Rim aufgestiegen sein. Wer ist bis 18:30 nicht schafft, hat Pech: Dann wird es stockkfinster und zudem bitter kalt mit eisigen, starken Winden, und ein Aufstig im Dunkeln ist eine riskante Sache. Ob wir's geschafft haben? Dazu demnächst mehr auf Sackis Blog.

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